Die Glasmenagerie


von Tennessee Williams

Tom – ein junger Poet – ist der Erzähler von Williams‘ Geschichte. In diesem Spiel der Erinnerungen blickt er auf eine Zeit zurück, in der er zusammen mit seiner Schwester Laura, die von Kindesbeinen an humpelt, und seiner Mutter Amanda, die in Gedanken noch ihrer jugendlichen Vergangenheit nacheifert, eingeengt in einem kleinen Apartment in St. Louis lebt. Der Vater ist vor Jahren still und heimlich abgehauen; somit ist Tom dafür verantwortlich, Geld heim zu bringen. Tag für Tag schuftet er im Lagerhaus. Nachts zieht er um die Häuser, geht ins Kino oder träumt vom Davonrennen – er lässt es uns nie genau wissen. Als Amanda davon Wind bekommt, dass ihre Tochter die Sekretärinnenschule aufgegeben hat und stattdessen gedankenverloren durch den Park wandert, sieht sie nur noch eine Möglichkeit, um ihrem Kind eine sichere Zukunft zu gewährleisten: Laura muss verheiratet werden!

Die Glasmenagerie wurde 1944 in Chicago uraufgeführt und gilt als Durchbruch des damals jungen Schriftstellers Tennessee Williams. In der Figur von Tom schuf er sich in ein künstlerisches Alter Ego. Anders als in seinen anderen weltberühmten Dramen wie Endstation Sehnsucht oder Die Katze auf dem heißen Blechdach behandelt Williams in diesem Theaterstück wohl seine eigene Vergangenheit. Der spätere Pulitzerpreis-Gewinner zählt heute als einer der wichtigsten Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Sein Zeitgenosse Ernest Hemingway soll gesagt haben, dass Williams‘ große Stärke, abseits seines Schreibstils, der unerschrockene Ausdruck von brachialer Natur sei.

 

Spielort:

Die Aufführungen werden im Christian-Daniel-Rauch-Museum in Bad Arolsen gespielt.

 

Spieltermine:

WochentagDatumUhrzeitBesonderheit
Mittwoch21. Februar 201819:30 UhrPremiere
Samstag24. Februar 201819:30 Uhr
Sonntag25. Februar 201819:30 Uhr
Freitag02. März 201819:30 Uhr

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